Warum es eine Karawane braucht(e)


Seit dem 1. Mai 2020 ist die B96 in der Oberlausitz ein sonntäglicher Tummelplatz von allerlei Menschen mit besonderen Ansichten geworden. So prägen Verschwörungsmystiker*innen, Neonazis, Reichsbürger*innen, Anwohner*innen, die AfD, besorgte Bürger*innen, Neugierige sowie Kritiker*innen der Coronamaßnahmen ein Bild, das vielen realitätsfern und absonderlich erscheint.

 

Sie meinen es aber ernst, viele sehen sich in einer Opferrolle, auf einer Mission oder vom „System“ unterdrückt und ab jetzt im „Widerstand“.

 

In den letzten Monaten mussten die demokratischen Akteure vor Ort eine Radikalisierung dieser Proteste beobachten. Das Gewaltpotenzial wuchs stetig und eine angepasster Gegenprotest musste her.

 

Unter dem Titel „Karawane der Vernunft – Paradiesvögel statt Reichsadler“ fanden sich innerhalb von wenigen Tagen Akteure aus den Landkreisen Görlitz und Bautzen zusammen.

 

Zu diesen Akteuren gehörten Netzwerke, Vereine, Organisationen und Bürger*innen aus den Landkreisen Görlitz und Bautzen sowie Gewerkschaften, Kirchenvertreter, Firmen und demokratische Parteien.

 

Der Grundkonsens dieser vielfältigen Akteure ist die gemeinsame Ablehnung von Rassismus, Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und Gewalt.

 

Unter diesen Konsens haben die Akteure sich auf folgende Ziele für die Karawane geeinigt:

 

·         Zeigen wir, dass die Oberlausitz nicht nur schwarzrotweisse Fahnen schwenkt!

·         Stehen wir gemeinsam füreinander ein!

·         Zeigen wir, dass unsere Netzwerke auch in Krisenzeiten solidarisch funktionieren!

·         Geben wir denen Mut, Hoffnung und ein Lächeln, die ob der Situation am Verzweifeln und

       Aufgeben sind!

·         Regen wir zum Nachdenken an, mit wem man sich zum Protest trifft.

·         Haben wir gemeinsam Spaß und tanken wir Kraft!

 

 

Unter diesen Gegebenheiten begaben wir uns auf unsere Reise….